Am Samstag wurde es für unsere Einsatzkräfte ungewohnt tierisch. Statt Schlauch, Leiter und technischer Rettung stand auf einem ortsansässigen Reiterhof der sichere Umgang mit Pferden auf dem Ausbildungsplan.

Denn wenn es in einem Stall brennt, ein Tier verunglückt oder aus einem Gefahrenbereich gebracht werden muss, hilft reine Muskelkraft wenig. Ein Pferd wiegt mehrere hundert Kilogramm, ist ein Fluchttier – und diskutiert im Zweifel nicht lange über den Einsatzplan.

Deshalb wurde direkt am Tier geübt: richtig annähern, Halfter anlegen, führen, anbinden und dabei immer im Blick behalten, wie das Pferd auf ungewohnte Situationen reagiert.

Gerade bei Rauch, Lärm, Blaulicht und vielen fremden Menschen kann aus einem ruhigen Pferd schnell ein ziemlich mobiles Einsatzproblem werden. Umso wichtiger ist es, die richtigen Handgriffe zu kennen und selbst Ruhe auszustrahlen.

Die Erkenntnis des Tages: 1 PS klingt zunächst nicht nach viel. Wenn dieses eine PS aber rund 600 Kilogramm wiegt und seinen eigenen Kopf hat, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus.

Eine ungewöhnliche Ausbildung – aber genau die Art von Praxis, die im Ernstfall den Unterschied machen kann.

1 PS, 600 Kilo und kein Rückwärtsgang

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